Die Barcamp-Regeln

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Ein Barcamp ist das Gegenteil einer Konferenz – kein festgelegtes Programm, keine Rednerliste, alles spontan. Trotzdem, oder gerade deswegen, braucht es Regeln damit ein Barcamp gut und erfolgreich abläuft (also damit jeder etwas davon hat und zufrieden ist). Diese Regeln sind für alle Barcamps gleich. Sie haben sich in der Anfangszeit der Unkonferenzen entwickelt und sind bis heute gültig. Filmnerds erkennen vielleicht die Anspielung auf Fight Club darin:

1. Sprich über das Barcamp

Erzähle deinen Mitmenschen dass du am Barcamp teilnimmst, davor, währenddessen und danach. Im Gespräch oder über deine Social Media Kanäle. Twittere, instagramme, facebooke, snapchatte,…

2. Blogge über das Barcamp

Wenn du ein Blog hast, schreibe einen Bericht über das Barcamp. Oder auch schon eine Vorankündigung.

3. Willst du präsentieren schreibe dein Thema und deinen Namen in einen Slot.

Ok, wir nehmen dafür Session Karten die ihr dann ans Board pinnt. Aber die müssen ausgefüllt sein!

4. Vorstellung mit drei (5) Worten

Eine der wichtigsten Regeln damit die Vorstellungsrunde nicht zwei Stunden dauert. Stelle dich nur mit deinem Vornamen, wenn du hast deinem Twitter-Handle und deinen drei Hashtags vor!
Richtig: Frederik – theinfredible – Marketing, Motoren, Musik.
Falsch: Mein Name ist Frederik ich komme aus Pforzheim, auf twitter bin ich @theinfredible und meine drei Hashtags sind Hashtag Marketing, Hashtag Motoren, Hashtag Musik.
Sprich es mal selbst und nehme den Zeitunterschied mal 100. Bei ~100 Teilnehmern kann ein schon ein Wort mehr pro Person einige Minuten insgesamt ausmachen. Wer keinen Twitteraccount hat, muss dies nicht extra erwähnen, einfach weglassen genügt und spart noch mehr Zeit.

5. Soviel Sessions gleichzeitig wie die Räume es zulassen

Solange Platz auf dem Sessionboard ist, wird dieser auch gefüllt. Erst wenn alle Räume in jedem Slot belegt sind werden keine Sessions mehr angenommen.

6. Keine vorab festgelegten Sessions, keine Touristen

Die Agenda wird erst am barcamp Tag festgelegt. Natürlich darfst du deine Session vorher planen und ankündigen, dass du sie halten möchtest. Aber es entscheiden Die Teilnehmern ob sie tatsächlich stattfindet. Eine Garantie gibt es nicht. Außerdem soll sich jeder beteiligt, sei es auch nur durch aktives fragen und mitdiskutieren. Oder helfen wo nötig. Aber passive “Touristen” sind nicht erwünscht.

7. Präsentationen dauern so lange wie sie dauern oder Bis die nächste Session beginnt.

Wir haben wie fast alle Barcamps 45 Minuten als Rahmen vorgegeben, damit zwischen den Sessions Zeit zum Raumwechsel oder für dringende Bedürfnisse ist. Eine Session kann theoretisch aber so lange dauern bis die nächste in den Raum will.

8. Wenn es denn erstes Barcamp ist, MUSST du eine Session halten.

Ok, du musst nicht wirklich, aber vielleicht findest du jemanden mit dem du es gemeinsam tun kannst, oder Stelle zumindest fragen und sei ein interaktiver Teilnehmer.
Tipps, wie du ein Session Thema findest, haben wir ja auch schon gegeben.

Viele Regeln sind es nicht, einige erscheinen selbstverständlich, andere sind wirklich wichtig für den Ablauf und wieder andere sollen einfach dafür sorgen dass alle sich beteiligen. Es gibt auch keinen Regelüberwacher oder Strafen bei Nichteinhaltung, jeder ist selbst dafür verantwortlich. So viel trauen wir allen Barcampern zu.