Nachruf Besim

Besim Karadeniz

Kennengelernt haben wir ihn so, wie man die besten Menschen kennenlernt: Friedel stellte ihn uns vor, mit den Worten, das sei einer, der offen ist für ein Barcamp in Pforzheim. Es stimmte. Vom ersten Tag an.

Beim allerersten Barcamp hielt er mit einem von uns eine Session mit dem Titel „Höre auf dein Herz“. Rückblickend passt kaum ein Satz besser zu ihm.

Besim war Schreiber und Journalist, einer, der immer mitgedacht hat – einfach ein Guter – mit Leib und Seele. Er baute ein eigenes News-Portal für Pforzheim auf, weil er fand, dass diese Stadt eine Stimme braucht und natürlich eine Übersicht der Mittagstische. Über Jahre war er uns ein verlässlicher Medienpartner und Unterstützer beim Barcamp. Aber in erster Linie war er Mitbegründer und Freund.

Wer versucht, ihn in eine Schublade zu stecken, wird es schwer haben. Für die einen war er Berater, Techie, Journalist. Für die anderen ein politisch engagierter Kopf, der sich in seiner Stadt einmischte und klare Worte fand. Seine Kommentare zu Themen in den sozialen Medien waren mal kritisch, mal pointiert, informativ und irgendwie immer lesenswert. Für wieder andere Menschen einfach ein Freund und Weggefährte. Fast jeder in Pforzheim kannte ihn aus einem anderen Zusammenhang, und alle meinten denselben Menschen: einen, der bereichert hat.

Das Seltene an ihm: Er verband klare Haltung mit echtem Optimismus. Er trug bei, statt nur zu kommentieren. Nach einem Gespräch mit ihm ging man klüger nach Hause und zugleich zuversichtlicher. Er hat Pforzheim nie aufgegeben.

Für einige von uns wurde er über die Jahre mehr als ein Mitstreiter. Man traf sich regelmäßig, aß zusammen, philosophierte, tauschte sich aus, schmiedete Pläne. Solche Freundschaften wachsen leise. Wie viel sie wiegen, merkt man erst, wenn sie fehlen.

Besim, wir werden dich vermissen. Auch deine Zuversicht in so vielen verschiedenen Themen, die wir gerade selbst gut gebrauchen könnten. Danke, dass du so oft an unserer Seite warst. Du wirst uns fehlen!

Die Barcamp-Orga Pforzheim

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Foto Besim: Sebastian Seibel